Künftig werden wir in unseren Rezis keine "Noten" oder Punktebewertungen mehr vergeben, sondern nur noch eine textliche Bewertung (...die durchaus rein subjektiv ausfallen kann ...) abgeben.
REVIEW-ARCHIVE >>> 01 || 02 ||

OPETH
"Heritage"
Roadrunner Records

Wer hätte gedacht, dass eine Death-Metal-Combo mal eine solche Wandlung erfährt wie OPETH. Frontmann, Sänger, Gitarrist, Songwriter und Langzeitmitglied Mikael Åkerfeldt und seine Mitstreiter veröffentlichen mit "Heritage" wohl ihr innovativstes Album überhaupt. Viele Tempiwechsel, eigenwillige und komplexe Klang- und Songstrukturen, düstere Atmosphäre aber gleichzeitig auch sehr emotionale Momente voller Leidenschaft und die unglaubliche Stimme von Åkerfeldt, die über allem thront erinnern mich eher an Pink Floyds "Atom Heart Mother" als an die frühere Ausrichtung der Band. Produziert wurde das Ganze von keinem Geringeren als von Åkerfeldt´s Spezl Steven Wilson (Porcupine Tree). Textlich lässt sich der schwarzmetallische Hintergrund der Band nicht leugnen für "reinen" Death Metal sind die Songs jedoch zu melodisch. Fazit: Für Opeth ist "Heritage" ein weiterer Schritt nach vorne an die Spitze des Prog-Rock/Metal. Das die Mucke Liebhaber hat, beweist die Chartplatzierung. "Heritage" knackte mit Platz neun sogar die Top Ten. Muss man sich mit beschäftigen ... Geniale Band. (JH)

DYNAMITE DAZE
"Scarecrows On Rampage"
Stormy Monday Records

Sucht irgendjemand Live-Musik für den heimischen Poker-Abend oder für einen verrauchten Blues-Club? Tja, Band gefunden: DYNAMITE DAZE !!! Mal rockig, mal slow, mal rythmisch - die Jungs haben´s richtig gut drauf. Sie selbst bezeichnen sich als "Rhythm and Roots Band". Die Band besteht aus vier arrivierten Musikern, die schon mit etlichen Größen aus dem Rock-Genre unterwegs waren und die ihr Metier perfekt beherrschen. Sänger "Dirty Didi" hat eine Röhre, die sich anhört als könne er nur singen, wenn er eine Havanna komplett auf Lunge raucht und spielt nebenbei eine schweinsgeile Bluesharp, Drummer Colin Jamieson war in den 70ern Schlagzeuger von Woodstock-Legende Country Joe McDonald, Gitarrist Matin Czemmel studierte am G.I.T. in Los Angeles und war lange Zeit mit Luther Allison unterwegs und der Mailänder Andrea Tognoli am Bass kommt zwar aus der Italo-Pop-Ecke ist aber eine tragende Säule des Ganzen.

"Fat" und "Welcome To The Club" sind richtig schöne Abgeh-Rocker, bei "Bertram" sieht vorm geistigen Auge zwei Cowboys am OK-Corral kurz vorm Showdown, "Monkey Fever" ist richtig schöner Rhythm´n Blues und der Titelsong sowie "The Coolest" sind richtig relaxte Slow-Bluesnummern. "Scarecrows On Rampage" ist ein abwechslungsreiches Album einer Band, die in unserer Republik wohl ihresgleichen sucht. (JH)

PAUL VINCENT
"My Beatles Songbook"
Luxus Musik

Eigentlich gehört ja jeder aufgehängt und im Wald verscharrt, der sich an den hoch und heiligen Songs der Fab Four aus Liverpool vergreift. Der deutsche Rockgittarist Paul Vincent erfüllt sich mit "My Beatles Songbook" einen eigenen Traum. Er interpretiert 10 seiner Favoriten auf seine eigene Weise und beim ein oder anderen Song muss man schon zweimal hinhören um den song zu erkennen. So startet "Norwegian Wood" als klassischer Bar-Blues, "Ticket To Ride" würde in der Vincent-version auch gut in einen der "Blues-Brothers-Filme" passen, "Blackbird" ist absolut countrystyle, " I Saw Her Standing There" taugt zum Tango tanzen und "Daytripper" in der absolut entspannten Reggae-Version machen "My Beatles Songbook" anfangs zu einem gewöhnungsbedürftigen, nach dem zweiten oder dritten Durchlauf jedoch zu einem sehr interessanten und überzeugendem Musikvergnügen. (JH)

MASTODON
"The Hunter"
Roadrunner Records

Selten hat mich eine Band aus einem Sektor, den ich eigentlich gar nicht so richtig kenne (... Wie definiert man eigentlich "Stoner Rock" ...) so fasziniert wie Mastodon. Nachdenklich schwermütige Intros und Strophen aggressive Refrains und viel Sinn für ausgereifte Melodien ist ein "The Hunter" für mich nicht einfach nur "die Neue" von Mastodon sondern ein in-sich-schlüssiges musikalisches Meisterwerk. Gut, es ist kein komplexes Konzeptalbum wie z.B. "Leviathan" , "Blood Mountain" oder "Remission", das macht aber gar nix. Perfektes Album zum "immer-wieder-hören". (JH)

THE AMITY AFFLICITION
"Youngbloods"
Roadrunner Records

Manchmal fragt man sich, wieso es Bands gibt, die einen Major-Deal (...oder überhaupt einen...) kriegen. Laut Label - und das ist der O-Ton - sind The Amity Affliction: "eine der derzeit interessantesten Hard Rock Bands aus Australien und hat dort bereits große Erfolge vorzuweisen; jetzt setzen sie dazu an, das Gleiche in den USA und Europa zu erreichen." Ich frag mich nur warum??? Ist das Leben da unten so Scheiße??? Weiter im Kontext: "Zwar setzen sie auf freche Songtitel und Partylaune, aber dahinter steckt mehr: ihre moshbaren Songs beinhalten immer eine Message. Man könnte sagen: THE AMITY AFFLICTION spielen Metal, der gleichzeitig zum Nachdenken anregt und einem Haare auf der Brust wachsen lässt."

Ich find in diesem musikalischen (...ich will´s jetzt nicht Dünnschiß nennen...) Kack beim besten Willen nix, das mir ansatzweise die Haare auf der Brust, geschweige den sonstirgendwo wachsen lässt. Song 1 ist identisch mit Song 2, 3, 4, 5, usw... Langeweile pur mit hektischen Metal-Riffs, Pop-Refrains und "Schrei-Strophen", anders kann ich´s für en Moment nicht beurteilen und ich denke auch nicht, das sich die nächsten 100 Jahre daran was ändern wird. Gott sei Dank wird dieser Käse - vorerst - nur digital als Download ab 21.10. erhätlich sein. (JH)

THE ANSWER
"Revival"
Spinefarm Records

Eben noch die Dokumentation ihrer Welttournee als Livescheibe veröffentlicht und jetzt hauen uns die Iren "Revival" um die Ohren. Um´s vorweg zu nehmen: Wem schon bei "Everyday Demon" einer abging, der wird sich bei "Revival" gar nicht mehr einkriegen. Das Album strotzt nur so vor Spielfreude, geilen Songs, strammen Riffs und dem einzigartigen Gesang von Frtoner Cormac Neeson. Die mir vorliegende "Limited Edition" ist eine Doppel-CD mit 23 Songs und ich könnte an dieser Stelle gar nicht alle aufzählen, die mich schlichtweg vom Stuhl hauen. Geht das Ding kaufen oder bestellen und überzeugt Euch selber. ich bin mir ziemlich sicher, das The Answer mit "Revival" ihren Durchbruch geschafft haben. Absolutes Highlight und Kaufpflicht für jeden Hard-Rocker. Anspieltipp: alles !!! (JH)

CHICKENFOOT
"III"

Zweites Album der "Supergroup" um Sammy Hagar, Joe Satriani, Michael Anthony und Chad Smith. Nachdem furiosen Debutalbum der Band konnte man durchaus auf den Nachfolger gespannt sein. Und "III" hält dem Druck des Nachfolgealbums aber so was von stand. Zehn coole Rocksongs auf einem Album, das nur zwei Ziele hat: zu rocken und Spass zu machen. Ohne großes Gitarrengefrickel (...was mich bei Meister Satriani schon beim Erstling gewundert hat...) stattdessen coole Riffs, erstklassige Rythmusarbeit und die Stimme von Sammy "The Red Rocker" Hagar steht ja ohnehin aussr Zweifel. Man kann den Spass, den die vier Herren beim Aufnehmen hatten in jedem einzelnen Song hören und jede Runde, den die CD im Player dreht macht mehr Laune. Netter Gag: das Booklet ist in 3D und die Brille ist im Schuber. Cool, aber was anderes hab ich - ganz ehrlich - auch nicht erwartet. Anspieltipp: "Last Temptation", "Alright Alright" .... ach, eigentlich alles. (JH)

ALICE COOPER
"Welcome 2 My Nightmare"

Der Meister des "Schock-Rocks" ist zurück. Teil zwei seines 70er-Konzeptalbums "Welcome To My Nightmare" hat allerdings so gar nix gemeinsam mit den letzten Outputs. "Welcome 2 My Nightmare" läuft vom ersten Hören angenehm durch und wartet mit eingängigen Hooks auf, die sofort im Gehörgang hängen bleiben. Mit einem Großteil seiner früheren Band, allen voran Gitarrist Steven Hunter, präsentiert Cooper ein Album, dass so richtig Spass und gute Laune macht. Dabei werden sämtlichen Bandbreiten der klassichen Rockmusik bedient. Der Opener "I am Made Of You" ist eine starke Ballade, "Caffeine", "I´ll Bite Your Face Off" und "The Congregation" sind straighte Rocker, "Disco Bloodbath Boogie Fever" startet wirklich mit Disco-Sound und verwandelt sich zum Heavy-Kracher und "Gouls Gone Wild" dürfte künftif auf keiner Rockparty mehr fehlen. Das Duett mit Pop-Sternchen Kesha dürfte - zumindest in Amiland - für reichlich Airplay in den diversen Radiostation sorgen. Ansonsten tummelt sich im Hintergrund noch der eine oder andere "Musikpromi", wie z.B. Kip winger, Tommy Denander oder auch Rob Zombie. Und das Desmond Child und Bob Ezrin Meister ihres Fach´s sind ist auch unbestritten. Fazit: Es hätte wohl niemand mit einem dermassen starken Album gerechnet und ich freu mich schon auf die anstehende Welttour auf der uns der "Nice Guy" hoffentlich viel vom neuen Album präsentieren wird. (JH)

GEORGE THOROGOOD & The Destroyers
"2120 South Michigan Ave."
Capitol Records


Wer händeringend für die letzten Cabriotouren des "Sommers" noch den passenden Soundtrack sucht, dem möchte ich diese Scheibe vom "Master der Slidegitarre" ans Herz, bzw. in den CD-Player legen. "2120 soht Michigan Ave." ist als Hommage an das legendäre Chess Label in Chicago gedacht. Thorogood ehrt darauf vielen Künstlern mit Coverversionen ihrer Songs, wie z.B. Willi Dixon (""Seventh Son", "Spoonful", "My Babe" - feat. Charlie Musselwhite), Bo Diddley ("Bo Diddley" fast im Original, jedoch im unverwechselbaren Thorogood-Stil), Chuck Berry ("Let It Rock") und setzt eigene Songs mit dazu ("Going Back", "Willie Dixon´s Gone). Blues, Swing, Rock´n Roll in feinster Manier mit einem Künstler an der Gitarre, der vor Laune nur so sprüht. Schönes Album. (JH)

LESLIE WEST
"Unusual Supects"


Der Name Leslie West steht im Rockbiz für Qualität allererster Güte. Mit "Unusual Suspects" liefert er in diesem Jahr eins seiner stärksten Alben ever ab. Gut, die einen sagen, das liegt an den zusätzlichen Gitarristen, die er sich ins Studio geholt hat, meiner Meinung nach (...und auch nach eigener Aussage...) befinden sich aber auf dem Album durchweg starke Songs, die er den teilnehmenden Guitar-Heroes "auf den Leib geschrieben" hat. Steve Lukather, Joe Bonamassa, Billy Gibbons, Slash und Zakk Wylde "verfeinern" die ohnehin schon grandiosen Stücke nur mit ihrer exzellenten Gitarrenarbeit. Einzig das Beatles-cover "I Feel Fine" fällt dabei etwas ab, ansonsten ist das Album für mich eine Highlight 2011. Meine Favoriten: Der Opener "One More Drink For The Road" (feat. Steve Lukather), das abolut geile "Mudflap Momma" (feat. Slash) und die Kollaboration mit Joe Bonamassa "Third Degree". Super Scheibe! (JH)

KENNY WAYNE SHEPHERD
"How I Go"
Roadrunner Records

Musik hören kann so geil sein .... wenn man so Sachen aufgetischt kriegt, wie die neue Scheibe vom einstigen "Blues-Rock-Wunderkind" Kenny Wayne Shepherd. Unvorstellbar: Mit "Blue On Black" erhielt der Jungspund auch im öffentlichen Radio in Deutschlandreichlich Airplay. Obwohl sein grösster Hit, hat der mittlerweilen über 30jährige viel mehr drauf. "How I Go" ist Blues-Rock pur. Seine unverwechselbare Stimme gepaart mit seinem Können auf der Strat und seinem Talent zum "Saugute-Songs-schreiben"- das hat schon was. Seine Interpretationen von Bessie Smiths „Blackwater Blues", Albert Kings „Oh, Pretty Woman" und „Yer Blues" von den Beatles (...Wahnsinn ...), werden hier vereint mit den stärksten Kompositionen seiner bisherigen Karriere. Mir fällt es schwer, hier Anspieltipps zu geben, da das ganze Album einfach gnadenlos gut ist. 6 (JH)

TEDESCHI-TRUCKS-BAND
"Revelation"
Sony Music

Ohne lange schwafeln zu wollen. Gute, nein, richtig gute, nein..., Wahnsinns-Songs, Wahnsinns-Musiker, Wahnsinns-Album. Derek Trucks zeigt hier einmal wieder, warum er als einer der besten Gitarristen der Neuzeit gehandelt wird. Jeder Ton, den auf seiner Gitarre produziert ist der pure Genuss. Die Stimme seiner angetrauten - Susan Tedeschi - hat kleine Anleihen an Bonnie Raitt und ich kann beim besten Willen nicht sagen, was mir besser gefällt, gesang oder Gitarre oder die einfach die Songs im Allgemeinen. "Revelation" ist der beste Beweis dafür, das Beruf und Privates miteinander auch funktionieren kann. Kein reines Blues-Album, kein richiges Rock-Album, aber einfach nur gnadenlos gut. Headbanger Finger weg! 6 (JH)

AIRRACE
"Back To the Start"
Frontiers

Glorreiche Zeiten liegen hinter der Band. Support-Slots für Queen, AC/DC oder Meat Loaf in den Achtzigern kann sich die Band in ihre Vita schreiben. 1985 löste sich die Band auf. Die Gründe hierfür sind aktuell - zumindest mir - nicht bekannt. Mit "Back To The Start" soll ein Neuanfang gemacht werden. Zugegeben, schlecht ist das Album nicht. Lässt man aber das CD-Label ungeachtet, kann man "Back To The Start" glatt für ne wiederentdeckte Journey-Platte aus den späten Achtzigern halten. Ich weiß ja nicht, ob´s reicht, wenn man Gesangslinien overdubt um vom Vorbild abzulenken, aber derart abkupfern ist schon sehr dreist. Das ist aber - wie gesagt - ganz gut gelungen. 4 (JH)

B.E. TAYLOR GROUP - Re-Release
"Our World"
Yesterrock

OK, zugegeben, ich kannte den Namen B.E. Taylor auch nicht. Angeblich ist "Our World", das vierte Album der in den 80igern wohl populären Band ein "Most Wanted Album". Aber warum ???? Mr. Taylor bietet hier seichten AOR der einfach nur nervt. Bei einem Track wie "Reggae Rockn Roll" mit ewig langem "oooh oooh oooh" Gesäusle kriege ich Schnappatmung und hoffe, dass die Schmerzen in meiner Brust nur von der Vielfresserei vom Tag vorher kommen. Das Album ist nicht nur musikalisch absolutes Mittelmass, auch die Songs sind absolut nichtssagend. Schlimm .... 1 (JH)
BLACK COUNTRY COMMUNIO
"2"
Mascot Records

Das Debutalbum war schon genial. Innerhalb eines Jahres schob man den Nachfolger hinterher. Und was für einen! "2" (ebenso wie das Debut) hat das Zeug zu einem Klassiker. Selten hat man ine Verschmelzung von Deep Purple und Led Zeppelin mit so viel eigener Note gehört. Genial. 6 (JH)
RIVAL SONS
"Pressure & Time"
Earache

Die Fachjournaille war voll des Lobes über "Pressure And Time". Ich kann mich der Begeisterung nur so halbwegs anschliessen. Sicher, "P&T" ist ein gutes Hard-Rock-Album, das im Sumpf der schlechten Neuveröffentlichungen, die monatlich den Markt überschwemmen, schon hervorstechend. Aber so bahnbrechend ist der Silberling nun auch wieder nicht. Ein Song wie, z.B. "Young Love" könnte z.B. auch auf "Under A Blood Red Sky" von U2 gesteckt haben. Ansonsten sind Anleihen zu Led Zeppelin beim Titelsong unverkennbar. Tipp von mir: Im Plattenladen Eures Vertrauens das Ding mal ganz durchhören und nicht nur die Soundfiles im Internet. Sorry Jungs ... coole Scheibe, die Spass macht, aber mehr nicht. Sozwischen4und5 (JH)
QUEENSRYCHE
"Dedicated To Chaos"
Frontiers Records

An den Queensryche der Neuzeit streiten sich ja die Geister noch mehr, als in den späten Achtzigern und Neunzigern. "Dedicated To Chaos" gibt dazu ja mal wieder gewaltigen Anlass. Wer ein zweites "Operation Mindcrime" oder "The Warning" erwartet hat, der kann hier getrost seine Finger davon lassen. Irgendwie ist "DTC" ein sehr seltsames Album. Die Songs sind durchweg gut, aber irgendwie nicht so richtig Queensryche, weshalb ich mit auch mit der Besrpechung des Albums etwas schwer tue. Vielleicht ist diese CD sowas wie der Beginn einer neuen Zeitrechnung im Queensryche-Universum, da sich Geoff Tate und seine Mitstreiter auch mal ausgefallenen Klängen widmen. Das Ding läuft bei mir jetzt schon zum viertenmal durch den Player und jedesmal entdecke ich neue Klangnuancen und bei jedem Durchlauf gefällt mir das Album besser. Ich werd´s hier nicht benoten. Kauft Euch das Album und urteilt selber darüber. Nur soviel: Einmal anhören reicht bei weitem nicht. Vielleicht soll das auch so sein.
Night Ranger
"Somewhere in California"
Frontiers Records

Bei aller Freude über den neuesten Output von Journey ging das neue Werk von Night Ranger in der Fachpresse fast ein bisschen unter. Der neunte Longplayer der Band um Jack Blades beinhaltet alles, was melodischer Hard Rock haben muss. Eingängige Hooks, fein ausgearbeitete Melodien mit schön fetzigen Riffs, wie z.B. bei "Growin´Up in California", oder "Lay It On Me". Die gefühlvollen Balladen ("Time Of Our Lives") sind zwar nicht neu, aber einfach zeitlos gut. Während sich Bon Jovi von Album zu Album wiederholen, sind Night Ranger immer wieder für Überraschungen gut. "SIC" ist für mich schon jetzt ein Anwärter auf das Rock-Album des Jahres. Absolute Kaufempfehlung. 6 (JH)
DEF LEPPARD
"Mirrorball - Live"
Frontiers Records

Ach Gott, das ich das noch erleben darf. Das erste Live-Album der tauben Leoparden in der jahrzehntelangen Bandhistorie. Was soll man auch darüber viel schreiben. "Mirrorball" ist ein "Best Of-Album" - und eben live. Geboten wird alles, was man erwartet.

Tracklisting:
Cd1: Rock! Rock! (Till You Drop); Rocket; Animal; C'mon C'mon; Make Love Like a Man; Too Late for Love; Foolin'; Nine Lives; Love Bites; Rock On.

Cd2; Two Steps Behind; Bringin' On the Heartbreak; Switch 625; Hysteria; Armageddon It; Photograph; Pour Some Sugar on Me; Rock Of Ages; Let's Get Rocked; Action; Bad Actress; Undefeated*; Kings of the World*; It's All About Believin'*.

Mit "Undefeated", "Kings Of The World" und "It´s All About Believin´" gibt´s als Zuckerl drei neue Studiotracks. Muss man eigentlich haben. 6 (JH)

P.S.: "Undefeated" ist ein absolut hammergeiler Song. So, jetzt ist Schluss

BLACK STONE CHERRY
"Between The Devil & The Deep Blue Sea"
Roadrunner Records

Das neue und mit Spannung erwartete Album von BSC wurde erstmals nicht direkt vor der Hautür der Band produziert sondern im sonnigen L.A. Dafür hat man sich extra Howard Benson (Theory of a Deadman, Daughtry, Three Days Grace) mit ins Boot geholt. Leider hört man das dem Album auch an. Black Stone Cherry sind mit dem neuen Album vergleichbar geworden. Das Einzige, was die Band um den mit einer Ausnahmestimme gesegneten Sänger Chris Robertson von nervigen Airplay-süchtigen Rockern wie z.B. Daughtry unterscheidet sind eben der Gesang und die teils runtergestimmten Gitarren. Vorbei ist´s mit dem groovenden Southern Rock aus den Anfangstagen, mit dem BSC in aller Munde, bzw. Ohren waren. Versteht mich nicht falsch: ein bisschen Southern Rock und eine gewisse Eigenständigkeit kann man der Band nicht absprechen und die Songs haben durchaus auch Ohrwurmcharakter. Ich habe mir allerdings mehr Eigenständigkeit erwartet und ich hätte auch damit gerechnet, dass Black Stone Cherry ihrem ursprünglich eigengeschlagenen Weg treu bleiben und nicht auf Gedeih und Verderb ins Mainstream-Radio drängen. Schade drum ... (JH) 4
WARRANT
"Rockaholic"
Frontiers Records

Wer hätte das gedacht, das sich WARRANT nochmal aus der (erneuten) Versenkung erheben. Ich find´s gut, dass man den "Weichspül-Front-Winsler" mit Zickenfaktor Janni Lane in die Wüste geschickt hat und sich mit Robert Mason einen absolut obergeilen Rocksänger ins Haus geholt hat. Ich find auf "Rockaholic" keinen Schwachpunkt, die Songs bringen die Haxen sofort zum Mitwippen. Der Glam-Faktor aus den Achtzigern ist immer noch ein bisschen vorhanden, steht aber nicht mehr im Vordergrund. Ein saucooles Hard-rock-Album mit Hit- und Partyfaktor. Hört Euch nur mal den Opener "Sex Ain´t Love" an.(JH) 6
STEVE MILLER BAND
"Let Your Hair Down"
Roadrunner Records

Lange Jahre war es still geworden um den "Joker". Jetzt haut er innerhalb eines Jahres gleich zwei Alben auf den Markt. Und allen vorweg gesagt: es gibt kein zweites "Jet Airliner", kein zweites "Abracadabra", eigentlich haben beide Alben so gar nix mit seinen Hits am Hut. Blues-Fans stehen allerdings vor einem Pflichtkauf dieser beiden Alben "BINGO" und "LET YIUR HAIR DOWN". Einziger Kritikpunkt ist die viel zu kurze Spielzeit beider Alben, aber bei der Qualität der Songs spielt das sowieso keine Rolle, da man speziell LYHD auf ewig im CD-Player oder im MP3-Player hat. Super (JH) 6
SKIP ROCK
"Hit And Run"
Streeetdog Records

Cooles Hard-Rock-Album im Stil von Krokus, Airbourne und Konsorten. Skip Rock erfinden diesen Musikstil nicht neu, aber legen mit "Hit And Run" ein durchaus hörbares Werk auf. Einzig auf das Cover von "Nutbush City Limits" hätte man getrost verzichten können. Da haben sich schon andere daran versucht und sind ebenfalls gescheitert. Ansonsten aber gut. (JH) 4
Hard- und Heavy-Coverband
Online-Community für Bands und Fans
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