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| Künftig
werden wir in unseren Rezis keine "Noten" oder Punktebewertungen
mehr vergeben, sondern nur noch eine textliche Bewertung (...die
durchaus rein subjektiv ausfallen kann ...) abgeben. |
| REVIEW-ARCHIVE
>>> 01
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OPETH
"Heritage"
Roadrunner Records
Wer
hätte gedacht, dass eine Death-Metal-Combo mal eine solche
Wandlung erfährt wie OPETH. Frontmann, Sänger, Gitarrist,
Songwriter und Langzeitmitglied Mikael Åkerfeldt und seine
Mitstreiter veröffentlichen mit "Heritage" wohl
ihr innovativstes Album überhaupt. Viele Tempiwechsel, eigenwillige
und komplexe Klang- und Songstrukturen, düstere Atmosphäre
aber gleichzeitig auch sehr emotionale Momente voller Leidenschaft
und die unglaubliche Stimme von Åkerfeldt, die über
allem thront erinnern mich eher an Pink Floyds "Atom Heart
Mother" als an die frühere Ausrichtung der Band. Produziert
wurde das Ganze von keinem Geringeren als von Åkerfeldt´s
Spezl Steven Wilson (Porcupine Tree). Textlich lässt sich
der schwarzmetallische Hintergrund der Band nicht leugnen für
"reinen" Death Metal sind die Songs jedoch zu melodisch.
Fazit: Für Opeth ist "Heritage" ein weiterer Schritt
nach vorne an die Spitze des Prog-Rock/Metal. Das die Mucke Liebhaber
hat, beweist die Chartplatzierung. "Heritage" knackte
mit Platz neun sogar die Top Ten. Muss man sich mit beschäftigen
... Geniale Band. (JH)
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DYNAMITE
DAZE
"Scarecrows On Rampage"
Stormy Monday Records
Sucht
irgendjemand Live-Musik für den heimischen Poker-Abend oder
für einen verrauchten Blues-Club? Tja, Band gefunden: DYNAMITE
DAZE !!! Mal rockig, mal slow, mal rythmisch - die Jungs haben´s
richtig gut drauf. Sie selbst bezeichnen sich als "Rhythm
and Roots Band". Die Band besteht aus vier arrivierten Musikern,
die schon mit etlichen Größen aus dem Rock-Genre unterwegs
waren und die ihr Metier perfekt beherrschen. Sänger "Dirty
Didi" hat eine Röhre, die sich anhört als könne
er nur singen, wenn er eine Havanna komplett auf Lunge raucht
und spielt nebenbei eine schweinsgeile Bluesharp, Drummer Colin
Jamieson war in den 70ern Schlagzeuger von Woodstock-Legende Country
Joe McDonald, Gitarrist Matin Czemmel studierte am G.I.T. in Los
Angeles und war lange Zeit mit Luther Allison unterwegs und der
Mailänder Andrea Tognoli am Bass kommt zwar aus der Italo-Pop-Ecke
ist aber eine tragende Säule des Ganzen.
"Fat"
und "Welcome To The Club" sind richtig schöne Abgeh-Rocker,
bei "Bertram" sieht vorm geistigen Auge zwei Cowboys
am OK-Corral kurz vorm Showdown, "Monkey Fever" ist
richtig schöner Rhythm´n Blues und der Titelsong sowie
"The Coolest" sind richtig relaxte Slow-Bluesnummern.
"Scarecrows On Rampage" ist ein abwechslungsreiches
Album einer Band, die in unserer Republik wohl ihresgleichen sucht.
(JH)
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PAUL
VINCENT
"My Beatles Songbook"
Luxus Musik
Eigentlich
gehört ja jeder aufgehängt und im Wald verscharrt, der
sich an den hoch und heiligen Songs der Fab Four aus Liverpool
vergreift. Der deutsche Rockgittarist Paul Vincent erfüllt
sich mit "My Beatles Songbook" einen eigenen Traum.
Er interpretiert 10 seiner Favoriten auf seine eigene Weise und
beim ein oder anderen Song muss man schon zweimal hinhören
um den song zu erkennen. So startet "Norwegian Wood"
als klassischer Bar-Blues, "Ticket To Ride" würde
in der Vincent-version auch gut in einen der "Blues-Brothers-Filme"
passen, "Blackbird" ist absolut countrystyle, "
I Saw Her Standing There" taugt zum Tango tanzen und "Daytripper"
in der absolut entspannten Reggae-Version machen "My Beatles
Songbook" anfangs zu einem gewöhnungsbedürftigen,
nach dem zweiten oder dritten Durchlauf jedoch zu einem sehr interessanten
und überzeugendem Musikvergnügen. (JH)
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MASTODON
"The Hunter"
Roadrunner Records
Selten
hat mich eine Band aus einem Sektor, den ich eigentlich gar nicht
so richtig kenne (... Wie definiert man eigentlich "Stoner
Rock" ...) so fasziniert wie Mastodon. Nachdenklich schwermütige
Intros und Strophen aggressive Refrains und viel Sinn für
ausgereifte Melodien ist ein "The Hunter" für mich
nicht einfach nur "die Neue" von Mastodon sondern ein
in-sich-schlüssiges musikalisches Meisterwerk. Gut, es ist
kein komplexes Konzeptalbum wie z.B. "Leviathan" , "Blood
Mountain" oder "Remission", das macht aber gar
nix. Perfektes Album zum "immer-wieder-hören".
(JH)
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THE
AMITY AFFLICITION
"Youngbloods"
Roadrunner Records
Manchmal
fragt man sich, wieso es Bands gibt, die einen Major-Deal (...oder
überhaupt einen...) kriegen. Laut Label - und das ist der
O-Ton - sind The Amity Affliction: "eine der derzeit interessantesten
Hard Rock Bands aus Australien und hat dort bereits große
Erfolge vorzuweisen; jetzt setzen sie dazu an, das Gleiche in
den USA und Europa zu erreichen." Ich frag mich nur warum???
Ist das Leben da unten so Scheiße??? Weiter im Kontext:
"Zwar setzen sie auf freche Songtitel und Partylaune, aber
dahinter steckt mehr: ihre moshbaren Songs beinhalten immer eine
Message. Man könnte sagen: THE AMITY AFFLICTION spielen Metal,
der gleichzeitig zum Nachdenken anregt und einem Haare auf der
Brust wachsen lässt."
Ich
find in diesem musikalischen (...ich will´s jetzt nicht
Dünnschiß nennen...) Kack beim besten Willen nix, das
mir ansatzweise die Haare auf der Brust, geschweige den sonstirgendwo
wachsen lässt. Song 1 ist identisch mit Song 2, 3, 4, 5,
usw... Langeweile pur mit hektischen Metal-Riffs, Pop-Refrains
und "Schrei-Strophen", anders kann ich´s für
en Moment nicht beurteilen und ich denke auch nicht, das sich
die nächsten 100 Jahre daran was ändern wird. Gott sei
Dank wird dieser Käse - vorerst - nur digital als Download
ab 21.10. erhätlich sein. (JH)
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THE
ANSWER
"Revival"
Spinefarm Records
Eben
noch die Dokumentation ihrer Welttournee als Livescheibe veröffentlicht
und jetzt hauen uns die Iren "Revival" um die Ohren.
Um´s vorweg zu nehmen: Wem schon bei "Everyday Demon"
einer abging, der wird sich bei "Revival" gar nicht
mehr einkriegen. Das Album strotzt nur so vor Spielfreude, geilen
Songs, strammen Riffs und dem einzigartigen Gesang von Frtoner
Cormac Neeson. Die mir vorliegende "Limited Edition"
ist eine Doppel-CD mit 23 Songs und ich könnte an dieser
Stelle gar nicht alle aufzählen, die mich schlichtweg vom
Stuhl hauen. Geht das Ding kaufen oder bestellen und überzeugt
Euch selber. ich bin mir ziemlich sicher, das The Answer mit "Revival"
ihren Durchbruch geschafft haben. Absolutes Highlight und Kaufpflicht
für jeden Hard-Rocker. Anspieltipp: alles !!! (JH)
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CHICKENFOOT
"III"
Zweites
Album der "Supergroup" um Sammy Hagar, Joe Satriani,
Michael Anthony und Chad Smith. Nachdem furiosen Debutalbum der
Band konnte man durchaus auf den Nachfolger gespannt sein. Und
"III" hält dem Druck des Nachfolgealbums aber so
was von stand. Zehn coole Rocksongs auf einem Album, das nur zwei
Ziele hat: zu rocken und Spass zu machen. Ohne großes Gitarrengefrickel
(...was mich bei Meister Satriani schon beim Erstling gewundert
hat...) stattdessen coole Riffs, erstklassige Rythmusarbeit und
die Stimme von Sammy "The Red Rocker" Hagar steht ja
ohnehin aussr Zweifel. Man kann den Spass, den die vier Herren
beim Aufnehmen hatten in jedem einzelnen Song hören und jede
Runde, den die CD im Player dreht macht mehr Laune. Netter Gag:
das Booklet ist in 3D und die Brille ist im Schuber. Cool, aber
was anderes hab ich - ganz ehrlich - auch nicht erwartet. Anspieltipp:
"Last Temptation", "Alright Alright" ....
ach, eigentlich alles. (JH)
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ALICE
COOPER
"Welcome 2 My Nightmare"
Der
Meister des "Schock-Rocks" ist zurück. Teil zwei
seines 70er-Konzeptalbums "Welcome To My Nightmare"
hat allerdings so gar nix gemeinsam mit den letzten Outputs. "Welcome
2 My Nightmare" läuft vom ersten Hören angenehm
durch und wartet mit eingängigen Hooks auf, die sofort im
Gehörgang hängen bleiben. Mit einem Großteil seiner
früheren Band, allen voran Gitarrist Steven Hunter, präsentiert
Cooper ein Album, dass so richtig Spass und gute Laune macht.
Dabei werden sämtlichen Bandbreiten der klassichen Rockmusik
bedient. Der Opener "I am Made Of You" ist eine starke
Ballade, "Caffeine", "I´ll Bite Your Face
Off" und "The Congregation" sind straighte Rocker,
"Disco Bloodbath Boogie Fever" startet wirklich mit
Disco-Sound und verwandelt sich zum Heavy-Kracher und "Gouls
Gone Wild" dürfte künftif auf keiner Rockparty
mehr fehlen. Das Duett mit Pop-Sternchen Kesha dürfte - zumindest
in Amiland - für reichlich Airplay in den diversen Radiostation
sorgen. Ansonsten tummelt sich im Hintergrund noch der eine oder
andere "Musikpromi", wie z.B. Kip winger, Tommy Denander
oder auch Rob Zombie. Und das Desmond Child und Bob Ezrin Meister
ihres Fach´s sind ist auch unbestritten. Fazit: Es hätte
wohl niemand mit einem dermassen starken Album gerechnet und ich
freu mich schon auf die anstehende Welttour auf der uns der "Nice
Guy" hoffentlich viel vom neuen Album präsentieren wird.
(JH)
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GEORGE
THOROGOOD & The Destroyers
"2120 South Michigan Ave."
Capitol Records
Wer händeringend für die letzten Cabriotouren des
"Sommers" noch den passenden Soundtrack sucht, dem möchte
ich diese Scheibe vom "Master der Slidegitarre" ans
Herz, bzw. in den CD-Player legen. "2120 soht Michigan Ave."
ist als Hommage an das legendäre Chess Label in Chicago gedacht.
Thorogood ehrt darauf vielen Künstlern mit Coverversionen
ihrer Songs, wie z.B. Willi Dixon (""Seventh Son",
"Spoonful", "My Babe" - feat. Charlie Musselwhite),
Bo Diddley ("Bo Diddley" fast im Original, jedoch im
unverwechselbaren Thorogood-Stil), Chuck Berry ("Let It Rock")
und setzt eigene Songs mit dazu ("Going Back", "Willie
Dixon´s Gone). Blues, Swing, Rock´n Roll in feinster
Manier mit einem Künstler an der Gitarre, der vor Laune nur
so sprüht. Schönes Album. (JH)
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LESLIE
WEST
"Unusual Supects"
Der Name Leslie West steht im Rockbiz für Qualität
allererster Güte. Mit "Unusual Suspects" liefert
er in diesem Jahr eins seiner stärksten Alben ever ab. Gut,
die einen sagen, das liegt an den zusätzlichen Gitarristen,
die er sich ins Studio geholt hat, meiner Meinung nach (...und
auch nach eigener Aussage...) befinden sich aber auf dem Album
durchweg starke Songs, die er den teilnehmenden Guitar-Heroes
"auf den Leib geschrieben" hat. Steve Lukather, Joe
Bonamassa, Billy Gibbons, Slash und Zakk Wylde "verfeinern"
die ohnehin schon grandiosen Stücke nur mit ihrer exzellenten
Gitarrenarbeit. Einzig das Beatles-cover "I Feel Fine"
fällt dabei etwas ab, ansonsten ist das Album für mich
eine Highlight 2011. Meine Favoriten: Der Opener "One More
Drink For The Road" (feat. Steve Lukather), das abolut geile
"Mudflap Momma" (feat. Slash) und die Kollaboration
mit Joe Bonamassa "Third Degree". Super Scheibe! (JH)
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KENNY
WAYNE SHEPHERD
"How I Go"
Roadrunner Records
Musik
hören kann so geil sein .... wenn man so Sachen aufgetischt
kriegt, wie die neue Scheibe vom einstigen "Blues-Rock-Wunderkind"
Kenny Wayne Shepherd. Unvorstellbar: Mit "Blue On Black"
erhielt der Jungspund auch im öffentlichen Radio in Deutschlandreichlich
Airplay. Obwohl sein grösster Hit, hat der mittlerweilen
über 30jährige viel mehr drauf. "How I Go"
ist Blues-Rock pur. Seine unverwechselbare Stimme gepaart mit
seinem Können auf der Strat und seinem Talent zum "Saugute-Songs-schreiben"-
das hat schon was. Seine Interpretationen von Bessie Smiths Blackwater
Blues", Albert Kings Oh, Pretty Woman" und Yer
Blues" von den Beatles (...Wahnsinn ...), werden hier vereint
mit den stärksten Kompositionen seiner bisherigen Karriere.
Mir fällt es schwer, hier Anspieltipps zu geben, da das ganze
Album einfach gnadenlos gut ist. 6 (JH)
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TEDESCHI-TRUCKS-BAND
"Revelation"
Sony Music
Ohne
lange schwafeln zu wollen. Gute, nein, richtig gute, nein...,
Wahnsinns-Songs, Wahnsinns-Musiker, Wahnsinns-Album. Derek Trucks
zeigt hier einmal wieder, warum er als einer der besten Gitarristen
der Neuzeit gehandelt wird. Jeder Ton, den auf seiner Gitarre
produziert ist der pure Genuss. Die Stimme seiner angetrauten
- Susan Tedeschi - hat kleine Anleihen an Bonnie Raitt und ich
kann beim besten Willen nicht sagen, was mir besser gefällt,
gesang oder Gitarre oder die einfach die Songs im Allgemeinen.
"Revelation" ist der beste Beweis dafür, das Beruf
und Privates miteinander auch funktionieren kann. Kein reines
Blues-Album, kein richiges Rock-Album, aber einfach nur gnadenlos
gut. Headbanger Finger weg! 6 (JH)
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AIRRACE
"Back To the Start"
Frontiers
Glorreiche
Zeiten liegen hinter der Band. Support-Slots für Queen, AC/DC
oder Meat Loaf in den Achtzigern kann sich die Band in ihre Vita
schreiben. 1985 löste sich die Band auf. Die Gründe
hierfür sind aktuell - zumindest mir - nicht bekannt. Mit
"Back To The Start" soll ein Neuanfang gemacht werden.
Zugegeben, schlecht ist das Album nicht. Lässt man aber das
CD-Label ungeachtet, kann man "Back To The Start" glatt
für ne wiederentdeckte Journey-Platte aus den späten
Achtzigern halten. Ich weiß ja nicht, ob´s reicht,
wenn man Gesangslinien overdubt um vom Vorbild abzulenken, aber
derart abkupfern ist schon sehr dreist. Das ist aber - wie gesagt
- ganz gut gelungen. 4 (JH)
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B.E.
TAYLOR GROUP - Re-Release
"Our World"
Yesterrock
OK, zugegeben, ich kannte den Namen B.E. Taylor auch nicht. Angeblich
ist "Our World", das vierte Album der in den 80igern wohl
populären Band ein "Most Wanted Album". Aber warum
???? Mr. Taylor bietet hier seichten AOR der einfach nur nervt.
Bei einem Track wie "Reggae Rockn Roll" mit ewig langem
"oooh oooh oooh" Gesäusle kriege ich Schnappatmung
und hoffe, dass die Schmerzen in meiner Brust nur von der Vielfresserei
vom Tag vorher kommen. Das Album ist nicht nur musikalisch absolutes
Mittelmass, auch die Songs sind absolut nichtssagend. Schlimm ....
1 (JH) |
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BLACK
COUNTRY COMMUNIO
"2"
Mascot Records
Das Debutalbum war schon genial. Innerhalb eines Jahres schob man
den Nachfolger hinterher. Und was für einen! "2"
(ebenso wie das Debut) hat das Zeug zu einem Klassiker. Selten hat
man ine Verschmelzung von Deep Purple und Led Zeppelin mit so viel
eigener Note gehört. Genial. 6 (JH) |
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RIVAL
SONS
"Pressure & Time"
Earache
Die Fachjournaille war voll des Lobes über "Pressure And
Time". Ich kann mich der Begeisterung nur so halbwegs anschliessen.
Sicher, "P&T" ist ein gutes Hard-Rock-Album, das im
Sumpf der schlechten Neuveröffentlichungen, die monatlich den
Markt überschwemmen, schon hervorstechend. Aber so bahnbrechend
ist der Silberling nun auch wieder nicht. Ein Song wie, z.B. "Young
Love" könnte z.B. auch auf "Under A Blood Red Sky"
von U2 gesteckt haben. Ansonsten sind Anleihen zu Led Zeppelin beim
Titelsong unverkennbar. Tipp von mir: Im Plattenladen Eures Vertrauens
das Ding mal ganz durchhören und nicht nur die Soundfiles im
Internet. Sorry Jungs ... coole Scheibe, die Spass macht, aber mehr
nicht. Sozwischen4und5 (JH) |
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QUEENSRYCHE
"Dedicated To Chaos"
Frontiers Records
An den Queensryche der Neuzeit streiten sich ja die Geister noch
mehr, als in den späten Achtzigern und Neunzigern. "Dedicated
To Chaos" gibt dazu ja mal wieder gewaltigen Anlass. Wer ein
zweites "Operation Mindcrime" oder "The Warning"
erwartet hat, der kann hier getrost seine Finger davon lassen. Irgendwie
ist "DTC" ein sehr seltsames Album. Die Songs sind durchweg
gut, aber irgendwie nicht so richtig Queensryche, weshalb ich mit
auch mit der Besrpechung des Albums etwas schwer tue. Vielleicht
ist diese CD sowas wie der Beginn einer neuen Zeitrechnung im Queensryche-Universum,
da sich Geoff Tate und seine Mitstreiter auch mal ausgefallenen
Klängen widmen. Das Ding läuft bei mir jetzt schon zum
viertenmal durch den Player und jedesmal entdecke ich neue Klangnuancen
und bei jedem Durchlauf gefällt mir das Album besser. Ich werd´s
hier nicht benoten. Kauft Euch das Album und urteilt selber darüber.
Nur soviel: Einmal anhören reicht bei weitem nicht. Vielleicht
soll das auch so sein. |
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Night
Ranger
"Somewhere in California"
Frontiers Records
Bei aller Freude über den neuesten Output von Journey ging
das neue Werk von Night Ranger in der Fachpresse fast ein bisschen
unter. Der neunte Longplayer der Band um Jack Blades beinhaltet
alles, was melodischer Hard Rock haben muss. Eingängige Hooks,
fein ausgearbeitete Melodien mit schön fetzigen Riffs, wie
z.B. bei "Growin´Up in California", oder "Lay
It On Me". Die gefühlvollen Balladen ("Time Of Our
Lives") sind zwar nicht neu, aber einfach zeitlos gut. Während
sich Bon Jovi von Album zu Album wiederholen, sind Night Ranger
immer wieder für Überraschungen gut. "SIC" ist
für mich schon jetzt ein Anwärter auf das Rock-Album des
Jahres. Absolute Kaufempfehlung. 6 (JH) |
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DEF
LEPPARD
"Mirrorball - Live"
Frontiers Records
Ach Gott, das ich das noch erleben darf. Das erste Live-Album der
tauben Leoparden in der jahrzehntelangen Bandhistorie. Was soll
man auch darüber viel schreiben. "Mirrorball" ist
ein "Best Of-Album" - und eben live. Geboten wird alles,
was man erwartet.
Tracklisting:
Cd1: Rock! Rock! (Till You Drop); Rocket; Animal; C'mon C'mon; Make
Love Like a Man; Too Late for Love; Foolin'; Nine Lives; Love Bites;
Rock On.
Cd2;
Two Steps Behind; Bringin' On the Heartbreak; Switch 625; Hysteria;
Armageddon It; Photograph; Pour Some Sugar on Me; Rock Of Ages;
Let's Get Rocked; Action; Bad Actress; Undefeated*; Kings of the
World*; It's All About Believin'*.
Mit
"Undefeated", "Kings Of The World" und "It´s
All About Believin´" gibt´s als Zuckerl drei
neue Studiotracks.
Muss man eigentlich haben. 6 (JH)
P.S.: "Undefeated" ist ein absolut hammergeiler Song.
So, jetzt ist Schluss
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BLACK
STONE CHERRY
"Between The Devil & The Deep Blue Sea"
Roadrunner Records
Das neue und mit Spannung erwartete Album von BSC wurde erstmals
nicht direkt vor der Hautür der Band produziert sondern im
sonnigen L.A. Dafür hat man sich extra Howard Benson (Theory
of a Deadman, Daughtry, Three Days Grace) mit ins Boot geholt. Leider
hört man das dem Album auch an. Black Stone Cherry sind mit
dem neuen Album vergleichbar geworden. Das Einzige, was die Band
um den mit einer Ausnahmestimme gesegneten Sänger Chris Robertson
von nervigen Airplay-süchtigen Rockern wie z.B. Daughtry unterscheidet
sind eben der Gesang und die teils runtergestimmten Gitarren. Vorbei
ist´s mit dem groovenden Southern Rock aus den Anfangstagen,
mit dem BSC in aller Munde, bzw. Ohren waren. Versteht mich nicht
falsch: ein bisschen Southern Rock und eine gewisse Eigenständigkeit
kann man der Band nicht absprechen und die Songs haben durchaus
auch Ohrwurmcharakter. Ich habe mir allerdings mehr Eigenständigkeit
erwartet und ich hätte auch damit gerechnet, dass Black Stone
Cherry ihrem ursprünglich eigengeschlagenen Weg treu bleiben
und nicht auf Gedeih und Verderb ins Mainstream-Radio drängen.
Schade drum ... (JH) 4 |
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WARRANT
"Rockaholic"
Frontiers Records
Wer hätte das gedacht, das sich WARRANT nochmal aus der (erneuten)
Versenkung erheben. Ich find´s gut, dass man den "Weichspül-Front-Winsler"
mit Zickenfaktor Janni Lane in die Wüste geschickt hat und
sich mit Robert Mason einen absolut obergeilen Rocksänger ins
Haus geholt hat. Ich find auf "Rockaholic" keinen Schwachpunkt,
die Songs bringen die Haxen sofort zum Mitwippen. Der Glam-Faktor
aus den Achtzigern ist immer noch ein bisschen vorhanden, steht
aber nicht mehr im Vordergrund. Ein saucooles Hard-rock-Album mit
Hit- und Partyfaktor. Hört Euch nur mal den Opener "Sex
Ain´t Love" an.(JH) 6 |
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STEVE
MILLER BAND
"Let Your Hair Down"
Roadrunner Records
Lange Jahre war es still geworden um den "Joker". Jetzt
haut er innerhalb eines Jahres gleich zwei Alben auf den Markt.
Und allen vorweg gesagt: es gibt kein zweites "Jet Airliner",
kein zweites "Abracadabra", eigentlich haben beide Alben
so gar nix mit seinen Hits am Hut. Blues-Fans stehen allerdings
vor einem Pflichtkauf dieser beiden Alben "BINGO" und
"LET YIUR HAIR DOWN". Einziger Kritikpunkt ist die viel
zu kurze Spielzeit beider Alben, aber bei der Qualität der
Songs spielt das sowieso keine Rolle, da man speziell LYHD auf ewig
im CD-Player oder im MP3-Player hat. Super (JH) 6 |
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SKIP
ROCK
"Hit And Run"
Streeetdog Records
Cooles Hard-Rock-Album im Stil von Krokus, Airbourne und Konsorten.
Skip Rock erfinden diesen Musikstil nicht neu, aber legen mit "Hit
And Run" ein durchaus hörbares Werk auf. Einzig auf das
Cover von "Nutbush City Limits" hätte man getrost
verzichten können. Da haben sich schon andere daran versucht
und sind ebenfalls gescheitert. Ansonsten aber gut. (JH) 4 |
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